In den letzten Monaten haben wir wieder viele Sideprojects umgesetzt – warum machen wir das? Und welche Projekte waren das konkret?

Was sind Sideprojects? Und warum machen wir sie?

Sideprojects sind Projekte, bei denen wir eigene Ideen direkt umsetzen: Es gibt keine Auftraggeber, keine Deadlines, und – meistens – kein Geld.

Warum machen wir das dann überhaupt?

  • Wir können mit brandneuen Technologien experimentieren: Bei Sideprojects ist es kein Problem, wenn das ganze nur für Personen mit den neuesten Browsern bzw. Geräten funktioniert.
  • Auch wenn wir stolz drauf sind, wie effizient und reibungslos die Zusammenarbeit mit den Auftraggebern unserer „normalen“ Projekte klappt – manchmal ist es einfach schön, ein Projekt mit niemandem abstimmen und niemanden (außer uns selbst) von der Idee überzeugen zu müssen.
  • Sideprojects haben meistens eine begrenzte Lebensdauer – schnell umgesetzt, eine Zeitlang betreut, dann archiviert. Viel lockerer als „normale“ Projekte, die wir oft über mehrere Jahre betreuen.
  • Und nicht zuletzt: Irgendwo müssen die vielen Ideen ja hin!

Die schönsten Sideprojects der letzten Monate

Insgesamt haben wir dieses Jahr 16 Sideprojects gemacht. Die allermeisten davon hat sich Mo überlegt und umgesetzt (bei ProductHunt wurde er dafür sogar als Maker of the Year nominiert).

Hier sind drei besonders schöne Sideprojects der letzten Monate:

ASCII Prints

Ob Shruggie ¯\_(ツ)_/¯, Cute Face 。◕ ‿ ◕。 oder Flipping Table (┛ಠ_ಠ)┛彡┻━┻: An der Schnittstelle zwischen Emoticons und ASCII-Art gibts viele kleine Kunstwerke, und die 22 schönsten davon (nach rein subjektiver Auswahl) kann man jetzt auf asciiprints.com als hübsche Poster kaufen!

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Mo hat diese Idee gemeinsam mit Martin umgesetzt – nach den MJOM-Cards also das zweite Projekt, bei dem wir „echte“ (physische) Produkte verkaufen. Und da wir seit den MJOM-Cards wissen, dass uns die tägliche Bestellabwicklung (Verpackung, Versand, …) auf Dauer keinen Spaß macht, wollten wir uns das diesmal ersparen. Zum Glück gibts Services wie Printful, die neben der Produktion auch gleich den Versand übernehmen. Damit ist dieses Projekt ein kompletter Selbstläufer, uns bleibt nur der (allerdings auch nicht ganz triviale) Zusatzaufwand in der Buchhaltung.

Geheimtipp: Mit dem Gutscheincode DIEANTWORT gibts noch bis 31.12.2016 -15% auf alle ASCII Prints!

ProjektTTD: Das Tischtennisdisplay

Die Sideprojects von Stefan haben meistens mit Basteln und Hardware zu tun – zum Beispiel das ProjektTTD, eine Punkteanzeige für unseren Tischtenniskeller:

Seit 1½ Jahren steht ein Tischtennistisch in unserem Keller, und schon während der ersten Matches entstand die Idee, das Zählen des Punktestands zu automatisieren: Zwei Druckknöpfe unter den Schmalseiten der Tischplatte um die Punkte „einzugeben“, und eine große Anzeige des Punktestands an der Wand.

Für die Anzeige hat Stefan, tatkräftig unterstützt von Calvin, insgesamt 4 Meter mattes Acrylglasrohr in kurze Segmente zersägt und mit Verbindungsstücken aus dem 3D-Drucker zu einem 40cm hohen 7-Segment-Display verbunden.

Der Tischtennistisch in unserem Keller
Der Tischtennistisch in unserem Keller
Acrylglasrohre als Display-Segmente
Acrylglasrohre als Display-Segmente
Verbindungsstücke aus dem 3D-Drucker (hinten diverse Prototypen)
Verbindungsstücke aus dem 3D-Drucker (hinten diverse Prototypen)

Für die Beleuchtung klebt in jedem Segment ein LED-Strip. Diese LED-Strips sind mit einer von Stefan entworfenen Platine verbunden, die selbst wiederum mit einem Raspberry Pi verbunden ist. Raspberry Pi und Platine sorgen für die Ansteuerung des Displays – der Pi übernimmt dabei die Logik („wenn ein Knopf gedrückt wurde → Punktestand für den entsprechenden Spieler hochzählen“), und die Platine schaltet anhand der Steuersignale vom Pi die einzelnen Segmente an und aus.

LED-Strip im Segment
LED-Strip im Segment
Ein fertiges 7-Segment-Modul
Ein fertiges 7-Segment-Modul
Die Platine zur Ansteuerung der Segmente (Huckepack auf einem Raspberry Pi)
Die Platine zur Ansteuerung der Segmente (Huckepack auf einem Raspberry Pi)

Das Projekt ist noch nicht ganz fertig, aber das folgende Video zeigt schon, wie das Display funktionieren wird:

24/7 Casey Neistat

Mitte November beendete Casey Neistat nach über 600 Episoden sein tägliches Vlog. Für Fans, die deswegen unter Entzugserscheinungen leiden, hat Mo 247caseyneistat.com gebaut:

Dort laufen nochmal alle Episoden in chronologischer Reihenfolge – und zwar weltweit synchronisiert: Alle, die zuschauen, sehen im selben Moment das selbe Video – ganz wie damals beim sogenannten „Fernsehen“. Zusätzlich gibts noch einen Chat (kein Fernsehen ohne Second Screen) – und das wars dann auch schon wieder: Einfach, aber kultig!

Die Resonanz auf das Projekt war groß: Unter anderem gabs einen Artikel auf The Next Web, Casey selbst twitterte darüber, und allein am 8. Dezember hatte die Seite 15.000 BesucherInnen (bei maximal ca. 2.000 gleichzeitig Zuschauenden).


Sideprojects meet „normale“ Projekte

In Zukunft wollen wir versuchen, die Lücke zwischen Sideprojects und „normalen“ Projekten ein bisschen zu schließen: Schon bisher haben wir einzelne kommerzielle Projekte gemacht, oft im Zusammenhang mit Marketingaktionen, die zeitlich begrenzt waren, brandneue Technologien einsetzten und / oder mit Hardwarebasteleien verbunden waren, wie z.B. die JUHU-Buchstaben. Nächstes Jahr wollen wir noch mehr solcher Projekte machen, daher:

Sie haben eine Idee für ein Projekt im Rahmen einer Marketingaktion? Fragen Sie uns wegen der Umsetzung!


Nachträgliche Updates

  • 16.12.2016: Hinweis zu Mo’s „Maker of the Year“-Nominierung bei ProductHunt ergänzt.
  • 16.12.2016: Ursprüngliches Beispielvideo von „ProjektTTD“ durch ein neueres Video ersetzt.